Helena Christensen wurde am 25. Dezember 1968 in Kopenhagen, Dänemark, als Tochter eines dänischen Vaters und einer peruanischen Mutter geboren. 1986 gewann sie den Titel Miss Universe Denmark und zog kurz darauf nach Paris, um ihre Modelkarriere zu beginnen.
Anfang der 1990er-Jahre war sie eines der gefragtesten Gesichter der Modewelt. Sie lief für führende Designer über den Laufsteg und erschien in großen Magazinen an der Seite von Supermodels wie Naomi Campbell, Cindy Crawford und Linda Evangelista. Ihr entscheidender Durchbruch kam 1991, als sie im Video zu Chris Isaaks „Wicked Game“ mitspielte, das vom Fotografen Herb Ritts in Schwarz-Weiß gedreht wurde. Das Video wurde zu einem Meilenstein der Popkultur und machte sie weit über die Modewelt hinaus bekannt.
Auch ihr Privatleben sorgte für große Aufmerksamkeit. Anfang der 90er hatte sie eine viel beachtete Beziehung mit Michael Hutchence, dem Frontmann von INXS, und später war sie mehrere Jahre mit dem Schauspieler Norman Reedus aus The Walking Dead zusammen. Gemeinsam haben sie einen Sohn, Mingus, der 1999 geboren wurde.

Christensen blieb nie nur beim Modeln. Sie wurde eine erfolgreiche Fotografin, gründete das Magazin Nylon mit, brachte gemeinsam mit ihrem Jugendfreund Leif Sigersen eine Modelinie heraus und entwarf 2012 eine Dessous-Kollektion für Triumph.
2026 ist sie beschäftigter denn je. Im Februar saß sie in der ersten Reihe der Tod’s-Show in Mailand, im März besuchte sie die Vanity Fair Oscar Party in Los Angeles und im Mai lief sie über den roten Teppich der Filmfestspiele von Cannes. Im Juni brachte sie „Made in Denmark“ heraus, eine Kollektion mit dem dänischen Label Mads Nørgaard, wobei ein Teil der Einnahmen für wohltätige Zwecke bestimmt war. Im September feierte sie in London 25 Jahre mit der Dessous-Marke Coco de Mer und lief während der London Fashion Week bei der Richard-Quinn-Show über den Laufsteg. Sie lebt in New York und hat sich in den vergangenen Jahren auch dem Interior Design gewidmet.

Was ihr heutiges Aussehen betrifft, ist Helena auf natürliche und elegante Weise gealtert. In Cannes trug sie ein langes schwarzes Kleid aus floraler Spitze und schlichte silberne Creolen. Ihr langes kastanienbraunes Haar war glatt geföhnt und mit einem seitlich getragenen Pony gestylt. Ihr Stil ist entspannt und zurückhaltend, zieht aber weiterhin alle Blicke auf sich.
Mehr als drei Jahrzehnte nach ihrem großen Durchbruch bleibt Helena Christensen der Beweis dafür, dass echter Stil und Kreativität mit der Zeit nicht verblassen.
